Rettende Fahrt nach Westen

Die beiden Rettungsteams der Malteser aus Wolfsburg und Leipzig; Bildquelle: Malteser

Wolfsburg (mhd). Lebensrettende Fahrt für zwei schwerverletzte Jugendliche aus der Ukraine: Malteser aus Wolfsburg und Leipzig haben am vergangenen Freitag, 25. März, kurzfristig zwei kriegsverletzte junge Menschen an der polnisch-ukrainischen Übergabestelle Korczowa in Empfang genommen und in das Helios Klinikum Berlin-Buch verlegt.


Die zwei Jugendlichen aus Mariupol waren bei einem Artillerieangriff verletzt und aufgrund der schwierigen Versorgungslage in der umkämpften Stadt nur notdürftig versorgt worden. Ihr Zustand war schlecht. Zunächst waren sie von unterschiedlichen regionalen Rettungsdiensten der Ukraine in Verbindung mit der ukrainischen Staatspolizei aus Mariupol evakuiert und in mehreren Etappen nach Lemberg gebracht worden. Als sich abzeichnete, dass die weitere Versorgung nicht mehr möglich sein würde, kam der Hilferuf an die Malteser.

Die beiden Notarztteams des katholischen Hilfsdienstes stabilisierten die Verwundeten zunächst für den Weitertransport. Bei einer der Jugendlichen entdeckten die Retter in der Nähe des Herzens auch noch eine Verletzung durch einen Schrapnellsplitter, die noch nicht versorgt worden war. Nach 800 Kilometern sehr vorsichtiger Fahrt erreichten die beiden Notarztwagen mit den Patienten sowie mitgenommenen Angehörigen am Samstag die Zentrale Notaufnahme der Helios Klinik Berlin-Buch, wo die Verletzten weiter behandelt wurden.

Gut 55 Stunden und etwa 2.300 Kilometer Fahrstrecken lagen schließlich hinter den beiden ehrenamtlichen Malteserteams, als sie wieder wohlbehalten an ihren Heimatstandorten in Leipzig und Wolfsburg ankamen. Das Wolfsburger Team bestand aus Notarzt Dr. Falk Vollnhals, den Notfallsanitätern Daniel Narjes und Moritz Niemann mit den beiden Rettungssanitätern Robert Busch und Sven Sünnemann.


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